Montag, 7. Dezember 2015

1. Drückjagd als Schütze - Tag 1

Am Freitag war es also soweit, ich hatte eine Einladung zu meiner ersten Drückjagd als Schütze. Man war ich aufgeregt. Es sollte an die Thüringische Grenze im Altlandkreis Bad Königshofen gehen. Sammeln war für 9 Uhr angesetzt und das erste Treiben sollte um 10 Uhr beginnen. Ich konnte die Nach von Donnerstag auf Freitag natürlich vor lauter Aufregung sehr schlecht schlafen und war mal wieder 15 Minuten vor meinem Wecker wach. Meine Ausrüstung hatte ich schon am Vorabend gepackt, damit ich nichts vergesse. Nachdem ich mir dann einen Kaffee-to-go in einen Becher und eine Thermoskanne Tee abgefüllt hatte ging es um kurz nach 7 ab auf die Autobahn. Ich hatte 100 km bzw. knapp eine Stunde Fahrt vor mir.
Natürlich war ich viel zu früh am Sammelplatz angekommen. Aber es war weit und breit niemand zu sehen. Nochmal schnell auf die Einladung geschaut "Parkplatz auf der rechten Seite von ... kommend", ja aber da bin ich doch. Also den Jagdleiter angerufen und gefragt, ob ich denn wirklich richtig bin. Er meinte dann zu mir, dass sie den Treffpunkt verlegt hatten, da der Parkplatz dank der Baustelle nicht für alle Fahrzeuge ausreichend war. Kurz darauf sah ich auch schon die ersten Fahrzeuge, die nach Jagd aussahen, an mir vorbeifahren.
Als ich dann endlich am Sammelplatz angekommen war, war auch schon kurz vor 9. Es wurde die Jagdscheine überprüft, dann gab es eine kurze Ansprache zu den bekannten Sicherheitsbestimmungen und zur Freigabe für diesen Tag.
Freigegeben wurden Rehwild (Kitze, Schmalrehe und Geißen), Schwarzwild (alles, außer führende Bachen) und Füchse.
Wir wurden den Anstellern zugeteilt und verteilten uns auf die Autos.
Ich hatte einen, meiner Meinung nach, guten Stand erwischt und hoffte auf viel Anblick.
Nachdem ich meinen Stand eingenommen hatte ging dann auch schon das Treiben los. Nach einiger Zeit hörte ich das Bellen der Hunde gegenüber von mir am Hang. Kurz darauf sah ich etwas den Hang hinunter kommen. Ich ging in den Anschlag, stellte meine Vergrößerung auf ca. 4-fach und nahm das Stück Rehwild ins Ziel. Da das Stück, mittlerweile auf dem Feld angekommen, in eine hoch flüchtige Gangart wechselte war ein Ansprechen ob es ein Bock oder eine Geiß war nicht möglich, also lies ich den Finger gerade und beobachtete wie das Stück nach links flüchtete. Rechts hinter mir hörte ich einige Schüsse und die 3 Treiber im Unterholz laufen. Mittlerweile war es 11 Uhr und es hatte leicht zu regnen angefangen. Ich war froh, dass ich meine neue Jacke anhatte, welche den Wind und auch den Regen komplett abgehalten hat. Was ich noch schön beobachten konnte war, dass der Hund des Schützen rechts immer schöne Kreise zog und ca. alle 15 Minuten am Wegrand auftauchte. Gegen 12:30, es regnete immer noch, war vorerst Hahn in Ruh und wir versammelten uns vor einem kleinen Lagerfeuer und aßen Würstcheneintopf.
Im Anschluss wurde die Strecke gelegt (es lagen 2 Frischlinge, 5 Rehe und 1 Fuchs) und verblasen, bevor es weiter zum nächsten Treiben im anderen Revier in ca. 15 km Entfernung ging.  Dort angekommen wurden wir wieder unseren Anstellern zugeteilt und fuhren ins Revier. Ich hatte wieder einen guten Platz erwischt, an dem im letzten Jahr zwei Frischlinge erlegt wurden. Na warten wir mal ab, was da kommt. Das Treiben begann um 13:30 Uhr.
Danke an einen Geartester für diesen Tipp
 
Ich war gerade dabei meine Waffe zu laden als ich schon die ersten Geräusche im Stangenholz gegenüber von mir vernahm, leider war ich zu langsam bzw. das Reh zu schnell, somit konnte ich also keinen Schuss antragen. Es verging einige Zeit bis die Treiberwehr an meinem Stand angekommen war. Ich hatte in dieser Zeit keinen Anblick und auch nichts gehört, außer aufgeschreckten Vögeln.. Nach weiteren Minuten des Wartens war es dann doch soweit, dass wieder ein Stück Rehwild auf mich zukam. Ich ging mit einem merklich angestiegenen Puls in Anschlag, nahm das Stück Rehwild ins Visier.......... und musste feststellen, dass ich einen Bock vor mir hatte, also war es wieder nichts mit dem Jagderfolg für heute. Kurz darauf wurde ich auch schon wieder abgeholt und wir fuhren zum Sammelplatz.
Leider konnte keiner von uns etwas erlegen.
Da der Tag noch recht jung war entschieden wir Jungjäger uns noch für einen Ansitz auf Rehwild.
Ich hatte ein sehr schönes Plätzchen erwischt, hatte jedoch bis es dunkel wurde keinen Anblick.
 
Somit ging der erste Drückjagdtag für mich zu Ende.
Ich fuhr zu meinen Eltern, da mein Vater am nächsten Tag mit von der Partie sein sollte.
Bei Ihnen angekommen gab es sehr gute selbstgemachte Wildschweinbratwürste mit Kraut und Kartoffelsalat.
Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen, bevor es am nächsten Tag weiter gehen sollte.
 

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